Dienstag, 17. Februar 2009

Andere Länder andere Bräuche ( und anderes Essen )

So, nach längerer Schreibpause gehts nun weiter...
Also was ist passiert in der letzten Zeit?

Jamila ist im Schulstress, das heißt sie hat wirklich viel zu tun und ist auch öfters bis in die frühen Abendstunden in der Schule, was dann nicht bedeutet das sie danach zu Hause nichts mehr für die Schule tun müsste. Kurzum der neue Job ist eine echte Herausforderung, die Umgewöhnung aufs neue Fach (DAF) in der Kombi mit der Umgestellung auf Primarstufe ist hammerhart.
Bleibt zu hoffen das nach einiger Einarbeitungszeit der Arbeitsaufwand geringer wird (hoffentlich nicht erst am Ende des ersten Schuljahres...).

Ich zähle nun zu den Studenten der UCA ( Universidat Centro Amerika), ich gehe zwar noch nicht zur Uni aber eingeschrieben bin ich nun. Wann mein Kurs losgeht weiß ich auch nicht. Ich weiß nur das die Mindestteilnehmerzahl noch nicht erreicht ist und ich angerufen werde wenn es losgeht. Das ich wohl der erste war der bezahlt hat lässt mich erahnen das es noch einige Zeit dauern könnte. Die zuständige Sachbearbeiterin sagte zwar es ginge wahrscheinlich schon nächste Woche (sprich diese Woche) los, aber eben nur wahrscheinlich. So genieße ich nun mein Studentendasein und habe praktisch Semesterferien bevor ich überhaupt etwas gelernt habe.
Achja, ich mache hier kein Vollstudium mit dem ich im Rest der Welt eh nix anfangen könnte, ich belege lediglich die Spanisch Kurse, welche jeweils über 3 Monate 2 Stunden täglich stattfinden. Trotzdem zähle ich somit als Student und genieße es mich auch so zu bezeichnen.

Dies ist jedenfalls auch die sinnvollste Beschäftigung der ich nachgehen kann bis ich dann hoffentlich im Sommer ( euer Sommer) meine Arbeit als Deutschlehrer im Kindergarten antreten kann. Hierfür werde ich in den nächsten Wochen bei der jetzigen Deutschlehrerin hospitieren. ( Für alle die sich Fragen wie jemand der soviele Rechtschreibfehler macht Deutschleherer im Kindergarten werden kann sei gesagt, ich schreibe hier einfach drauflos ohne nacher auf Fehlersuche zu gehen und der Deutschunterricht im Kiga besteht aus Singen und Klatschen.....und singen kann ich ja ;-))

Sela war letzte Woche auf seinem ersten Nica Geburtstag eingeladen. So eine Feier unterscheidet sich dann doch etwas von den Kindergeburtstagen in Deutschland.
Um den Ablauf mal kurz zu beschreiben, also Isabell feierte ihren zweiten Geburtstag.
Zu diesem Zweck wurden ca 30 Kinder plus Begleitpersonen eingeladen.
Für jedes Kind stand ein Stuhl bereit und hinter dem Kinderstuhl ein grüßerer Stuhl für die Begleitperson.
Die Feier war ab 4 Uhr Nachmittag, die Kinder kamen zwischen 4 und 5. Alle sezten sich sofort auf die Stühle und saßen und warteten bis das programm losging. Das heißt sie saßen bis zu1,5 Stunden auf ihren Stühlen. Nicht nur die Eltern nein auch die Kinder ohne rumzulaufen , die Eltern tranken Cuba- Libre und die Kinder Saft. Das war die einzigste Beschäftigung der sie nachgingen, immer schön brav auf dem Stuhl. Dies war mit Sela natürlich nicht zu machen, so war er und das Geburtstagskind ( welches auch einen deutschen Papa hat) die einzigen die durch die Gegend liefen....

Nach einer halben Ewigkeit ging es dann Schlag auf Schlag ( im wahrsten Sinne des Wortes).
Die Piniata, eine Pappfigur, wurde geschlachtet.
Sie gehört traditionell hier zum Kindergeburtstag, ist gefüllt mit Süßigkeiten und Geld ( jenachdem wie wohlhabend die ausrichtende Familie ist), und wird von den Kindern nacheinander mit einem Stock solange verprügelt bis ihre Füllung rausfällt. Die rausfallenden Süßigkeiten werden dann sofort von den Kindern weggeschnappt. Da die größeren Kinder beim schlagen die Augen verbunden haben und die Piniata zudem noch an einem Seil noch auf und ab gezogen wird ist die Verletzungsgefahr recht hoch. Sela hat das gut gefallen, er schlug mit seiner ganzen Kraft auf die Piniata ein. Am Ende tat sie ihm dann doch wohl etwas leid jedenfalls lief er dann einige Zeit mit der übriggebliebenen oberen Hälfte durch die Gegend.



Danach bekam dann jedes Kind ein Stück Pizza und die Erwachsenen bekamen frittierte Schweinehaut mit Yam ( hhmmm lecker, mein Topf wurde zur Hälfte entsorgt und Jamila hat von Anfang an dankend abgelehnt). Noch während des essens wurden dann immer mehr Geschenke für die Besucherkinder angekarrt, bestehend aus einem Kissen, einer Tasche, eine Schüssel voll Süßkram, einem Ball und einem Chinaspielzeug ( für jedes KInd das volle Programm). Dann wurde die Torte angeschnitten und in extra gekauften Kindertellern verteilt.
Damit die Gäste ihn dann samt den Tellern mit nach hause nehmen....Ende der Vorstellung.

Es hat ein wenig was von Karneval nur ohne Kostüme. Kinder die hektisch Bonbons aufheben und nacher vollbepackt nach Hause gehen.

Somit war der Kinderteil vorbei, da aber Isabells Opa am selben Tag Geburtstag hatte sind wir noch zum Nachtrunk dageblieben.
Es war nett mitt der älteren Generation zu feiern, und gekrönt wurde der Abend als dann noch die Maharatchis vorbeikamen um dem Geburtstagskind (Mann) noch ein paar Lieder zu singen.Schön war der Tag.

Keine Kommentare: